11. DAVP Jahrestagung in Tübingen 2018

11.Jahrestagung der DAVP in Tübingen

Vom 8.11. – 9.11. 2018 fand die 11. Jahrestagung der DAVP (Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft Verbrennungsmedizin –Pflege) an der BG Unfallklinik in Tübingen statt.

An der Jahrestagung nehmen Stationsleitungen und Stellvertretungen der Schwerbrandverletztenzentren im deutschsprachigen Raum teil. Die Pflegedirektorin Frau Dietmann konnte 30 Teilnehmer begrüßen.

Bei der Tagung ging es insbesondere um den persönlichen Austausch untereinander. Hier können fachliche Dinge im kleinen Kreis gut besprochen werden.

Im Programmteil „Fachlicher Input“ lag der Schwerpunkt dieses Jahr bei der Wundversorgung von schweren Verbrennungen schwieriger Körperregionen. Sehr viel Aufmerksamkeit erhielt die Versorgung „im Gesäßbereich mittels Stuhldrainage und Wundunterdrucktherapie“. Dieser Vortrag wurde von Wolfram Popp und Bärbel Leiers (BGU Murnau) gehalten.

Berufspolitisches Thema war die Stellenbesetzung und die Anwendung von Personaluntergrenzen auf Intensivstationen der Schwerbrandverletztenzentren.

Dazu stellte Herr Eck aus Heidelberg das Leistungserfassungsprogramm INPULS vor. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten wurden von Wolfram Popp (BGU Murnau) und von Bettina Inhoff (Bergmannsheil Gelsenkirchen) erläutert.

Das schwierige Thema Stellenbesetzung und Personaluntergrenzen wurden von den Teilnehmern ausgiebig diskutiert. Konsens war: Die aufwändige Versorgung schwerbrandverletzter Patienten braucht ausreichend Pflegepersonal, das zudem noch spezielle Qualifikationen und erhebliche Erfahrung braucht. Über die DAVP und andere Organisationen soll versucht werden für diesen Bereich Einfluss auf die Festlegung der Personaluntergrenzen zu nehmen. Das Thema wurde von Martin Stauder (BGU Ludwigshafen) und Martin Auweiler (BGU Hamburg) moderiert.

Am Freitagvormittag stellte Franziska Jaumann (BGU Tübingen) die wichtige Arbeit der Physiotherapie im therapeutischen Team vor. Die enge Zusammenarbeit mit der Krankenpflege und auch hier die ausreichende Stellenbesetzung sind Garant für ein gutes Outcome der schwerverletzten Patienten.

Die Möglichkeiten der Homepage, Einbindung von Fachartikeln, der Austausch innerhalb der Schwerbrandverletztenzentren war ein weiteres Thema, das unter der Leitung von Biggi van der Sand und Andreas Heinel (Köln) diskutiert wurde.

Die Preisverleihung (s. separater Artikel) des Cicatrix Pflegepreises war ein weiterer Höhepunkt.

Auch das Rahmenprogramm kam nicht zu kurz. So konnten die Teilnehmer das schöne Tübingen bei einer Stadtführung (Tübingen und die Entwicklung der Medizin) kennenlernen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren  Ralf Schlayer (BGU Tübingen) für das Erstellen und die Moderation des Programms und an Nicole Frick (BGU Tübingen) für die Organisation des Rahmenprogramms.