Am 11. und 12. Juni 2026 fand das DAVP-Symposium am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck statt. Zwei intensive Tage standen ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven in der Pflege und Versorgung
von schwerbrandverletzten Patientinnen und Patienten. Das abwechslungsreiche Programm bot zahlreiche Impulse und spiegelte die Vielschichtigkeit der Verbrennungspflege wider.
Den Auftakt machte Yvonne Gosch mit der Vorstellung des psychosozialen
Unterstützungsnetzwerks (PSU) am UKSH Lübeck. Im weiteren Verlauf wurden wichtige Themen
wie Durstmanagement auf der Intensivstation, die Rolle von Angehörigen in der psychischen
Heilung Schwerbrandverletzter sowie innovative Konzepte der Akut- und Nachsorge für
brandverletzte Kinder vorgestellt. Besonders deutlich wurde dabei, wie essenziell eine
interprofessionelle und ganzheitliche Versorgung über die eigentliche Akutbehandlung hinaus ist.
Ein besonderes Highlight des diesjährigen Symposiums war die erstmalige Teilnahme von zwei
Kinderkliniken. Dadurch wurde das Symposium fachlich noch einmal deutlich bereichert.
Insbesondere die Vorträge zur Versorgung brandverletzter Kinder sowie zur Begleitung und
Betreuung ihrer Angehörigen eröffneten neue Perspektiven und regten zu intensiven Diskussionen
an. Der Blick auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Familien unterstrich eindrucksvoll,
wie wichtig eine familienorientierte Versorgung in der Verbrennungsmedizin ist.
Am zweiten Veranstaltungstag standen unter anderem die Versorgung Schwerbrandverletzter im
Großschadensfall, militärische Aspekte der medizinischen Versorgung sowie das
Schmerzmanagement bei brandverletzten Kindern und Erwachsenen im Mittelpunkt. Der Vergleich
unterschiedlicher Versorgungsansätze zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der kontinuierliche
Austausch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Einrichtungen ist.
Neben den Vorträgen boten die gemeinsamen Pausen, die Besichtigung der Brandverletzten-
Intensivstation sowie zahlreiche Gespräche am Rande der Veranstaltung wertvolle Gelegenheiten
zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Gerade dieser kollegiale Dialog ist ein
wesentlicher Bestandteil des DAVP-Symposiums und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung der
Pflege schwerbrandverletzter Menschen bei.
Die DAVP bedankt sich herzlich bei allen Referentinnen und Referenten sowie den Teilnehmenden
für ihre engagierten Beiträge und den offenen fachlichen Austausch.
Ein besonderer Dank gilt Yvonne Gosch, die mit großem Engagement und viel Herzblut die
Organisation der beiden Symposiumstage am UKSH in Lübeck übernommen hat. Dank ihrer
hervorragenden Vorbereitung und Gastfreundschaft wurde das Symposium zu einer rundum
gelungenen Veranstaltung.